Mittwoch, 28. September 2016

Der Mittwochskaktus (ausnahmsweise)

Der späte Sommer im Frühherbst macht es möglich:

Astrophytum asterias, rotblühend, am Sonntag fotografiert

Donnerstag, 22. September 2016

Hitzeschaden

Ich weiß nich'... wenn's draußen zu warm ist, kann ich nicht mehr vernünftig denken. Vielleicht kann ich dann überhaupt nicht mehr denken. Oder ich denke einfach nicht weit genug. Jedenfalls regieren mich dann andere Mächte und ich mache unvernünftige, wenn auch schöne, Sachen.

So zum Beispiel habe ich mich in der Hitze der vergangenen Septembertage an die Bestellung meiner Nachbarin gehängt und, tja, Wolle bestellt. Zwar habe ich dafür überhaupt keinen Lagerplatz mehr, aber was soll's - sie ist wunderschön!

Woah! Dürfte ich nicht beruflich stricken? Bitte, bitte! Das würde helfen.

Dienstag, 20. September 2016

Der Dienstagskaktus

In meinen ganz frühen Kaktus-Jahren, ich muss so um die zehn Jahre alt gewesen sein, war ich schwer begeistert von einem speziellen Prachtexemplar, das meine Oma am Küchenfenster pflegte und jeden Sommer wie verrückt blühte. Damals hörte der Piesker noch auf den Namen Hamatocatus setispinus und war weit verbreitet, weil er sehr pflegeleicht ist.

Ich bestaunte den Kaktus bei jedem Besuch und durfte auch nicht zu nahe dran gehen. Nur schauen und riechen. Die Blüten verströmten einen angenehm süßlichen Duft, den ich heute noch sofort identifiziere, wenn mein Exemplar der Art im Gewächshaus blüht. Dann habe ich schöne Erinnerungen an früher und meine Oma.

Thelocactus setispinus

Sonntag, 18. September 2016

Tücherei

So, nun komme ich endlich zu den geheimnisvollen "Wollprojekten", die ich laufend erwähne.

Als ich vor einigen Wochen die angesammelten Restebällchen in die dafür vorgesehene Aufbewahrungsbox legen wollte, stand ich vor einem Problem. - Die Kiste war rappelvoll. Wie konnte es sein, dass ich davon schon weitaus früher nichts mitbekommen hatte?

Ein Wort: Problemverdrängung!

Damit das keine unabschätzbaren Dimensionen annahm, musste ich etwas TUN. Nein, nicht dass ich revolutionäre Gedanken entwickelt hätte, um den Wollehaufen zu reduzieren. (Ich hätte zum Beispiel einfach die Mülltonne ansteuern können.) Ich erinnerte mich stattdessen an den Hype um ein sehr simples Dreiecktuch, das ich vor Jahren auch für mich gestrickt hatte. (Guckst du.)

Kaum angedacht, waren vier Maschen angeschlagen und seither stricke ich mit Begeisterung Tücher. Mal sehen, ob ich dafür Abnehmer finden werde. Sonst habe ich ein neues "Problem"...

Rohlinge brauchen noch etwas Schnickschnack und eine Wäsche
P.S.: Der Restevorrat will dennoch nicht so recht schrumpfen. Was ich merkwürdig finde. Vielleicht wären Restesocken doch eine sinnvollere Verwertungsmöglichkeit?

Samstag, 17. September 2016

Gedönskram

Kürzlich schrieb ich vom "Zubehör für meine wolligen Projekte". Nun ja, es handelt sich dabei lediglich um Kullergedöns zur Verzierung.

So viele Perlen, wie hier auf dem Bild zu sehen sind, benötige ich gar nicht. Im Bochumer Idee-Markt gab es lange Zeit die verschiedensten und wunderschönsten Perlen lose zu kaufen. Jetzt, wo ich einmal welche brauche - finito! Nur noch eingetütete Ware. Ich war sauer und wollte direkt wieder abziehen. Aber dann überlegte ich mir Alternativen. Die führten mich lediglich ins Internet und würden mit entsprechendem Porto zu Buche schlagen. Das ist doch auch Käse.

Also beruhigte ich mich und suchte im bescheidenen Angebot herum. Ich hatte ja extra meine Wollsachen mitgenommen, um farblich passend zu kaufen. Nach einiger Sucherei gelang dies auch, nur eben, dass ich jetzt mehr Perlen habe, als ich wollte.

Anschließend entdeckte ich ein paar Türen weiter die erste deutsche Niederlassung der belgischen Kette "Veritas", wo ich doch tatsächlich auch einige hübsche und lose Perlen fand. Das hätte ich eher wissen müssen. *schneuf*

Perlenhaufen
Also, ich werde nicht arm von diesem Neuerwerb und - wer weiß - vielleicht findet sich für die Überbleibsel auch noch Verwendung.

Dienstag, 13. September 2016

Der Dienstagskaktus

Diesen Kaktus erhielt ich 2010 als sehr kleinen Sämling. Er ist Jahr für Jahr langsam, aber doch deutlich gewachsen. Trotz einer beachtlichen Größe von sieben Zentimeter im Durchmesser, war die Matucana bisher nicht gewillt, auch nur eine Blüte zu zeigen. In Gedanken plante ich schon, die Pflanze abzugeben. Das hatte sie wohl gemerkt.

Im Juli trieb sie völlig unerwartet eine lange Knospe und entfaltete schließlich eine wunderschöne orangerote Blüte. Ich war hin und weg. Und der Kaktus bleibt.

Matucana intertexta

Samstag, 10. September 2016

Alpaka gefischt

In der vergangenen Woche war ich im Ruhrpark auf der Suche nach Zubehör für meine wolligen Projekte. (Ich weiß, StammleserInnen werden jetzt in Anbetracht dieser Worte in schallendes Gelächter ausbrechen. Nur zurecht, will ich meinen.)

Der Weg führte mich unter anderem auch in den Idee-Markt, wo meine Augen an irgendeinem Garn in der Krabbelkiste hängen blieben. Sie waren gerade aus einer angelieferten Restekiste in den Wollkorb geflogen. Ich fischte mehrere Knäuel heraus, denn mir schwebte sofort ein Schal vor.

Oliv und Rost - perfekt für den Herbst und mich
Sicherlich sind diese Farben inzwischen out, gehören aber immer noch zu meinen favourisierten Colorationen. Zudem sind sie sehr herbstlich und alleine deswegen schon passend. Das Baby-Alpaka fühlt sich unverstrickt kuschelweich an. Wenn das Endprodukt ebenso weich ist, dann kann der Winter kommen.